Wissen
BDE, MDE und OEE einfach erklärt
Was die drei Abkürzungen bedeuten und wie sie zusammen belastbare Produktionskennzahlen ergeben.
BDE – Betriebsdatenerfassung
Erfasst An-/Abmeldung am Arbeitsplatz, Auftragsstatus, Materialbuchungen und Fehlermeldungen – typischerweise über RFID oder QR-Code, ohne manuelle Doppelerfassung.
MDE – Maschinendatenerfassung
Erfasst Maschinenzustände (Lauf, Stillstand, Störung) direkt an der Maschine, über OPC/UA-Signale oder digitale I/O, nach dem Standard VDMA 66412-1 – bis zu acht Signale je Maschine.
OEE – Gesamtanlageneffektivität
Errechnet sich aus drei Faktoren: Verfügbarkeit (Lief die Maschine, wenn sie sollte?), Effektivität/Leistung (Lief sie in der geplanten Geschwindigkeit?) und Qualitätsrate (Wie viel Ausschuss/Nacharbeit entstand?). Die Grundlage dafür liefern BDE und MDE.
Warum das zusammengehört
Ohne BDE/MDE keine belastbare OEE-Zahl – die Kennzahl ist nur so gut wie die zugrunde liegenden Rohdaten. Welche Signale für Ihre Fertigung sinnvoll sind, hängt von der jeweiligen Maschine und den vorhandenen Schnittstellen ab und wird projektbezogen festgelegt, statt pauschal versprochen.
Nächster Schritt
Mehr dazu: MES, Fertigungssteuerung & Werkerführung. Kostenlosen Systemcheck anfragen.
Passende Referenz: Möbelindustrie: Durchgängige Fertigungssteuerung im laufenden Betrieb.