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Lösung

MES, Fertigungssteuerung & Werkerführung

Belastbare Produktionskennzahlen und geführte Arbeitsplätze – vom Auftrag bis zur Fertigmeldung.

Das Problem

Es fehlen belastbare Zahlen zu Auslastung, Stillständen und Qualität. Am Arbeitsplatz macht jeder es anders, Wissen geht bei Schichtübergaben verloren.

Für wen das relevant ist

In erster Linie für die Produktionsleitung, die Termintreue und Kennzahlen verantwortet, sowie für die IT-Leitung bei der Anbindung an das bestehende ERP. Für die Geschäftsführung relevant, sobald belastbare Produktionskennzahlen für Entscheidungen fehlen.

Typische Ausgangslage

Ein bestehendes ERP plant und verwaltet kaufmännisch, hat aber keine Echtzeit-Nähe zur Maschine. Rückmeldungen aus der Fertigung – Auftragsstatus, Stückzahlen, Störungen – werden manuell oder verzögert erfasst, wenn überhaupt.

Symptome und Risiken

Termintreue sinkt, ohne dass die genaue Ursache im Prozess erkennbar ist. Wissen und Informationen gehen bei Schichtübergaben regelmäßig verloren. Kunden oder Audits fordern Rückverfolgbarkeit, die heute nicht belastbar vorliegt.

Unser Ansatz

pd+ verbindet ERP/PPS mit der Fertigung: Aufträge laufen bis an die Maschine, Rückmeldungen und Kennzahlen kommen zurück, und der Arbeitsplatz wird Schritt für Schritt geführt.

  • BDE: An-/Abmeldung, Auftragsstatus, Materialbuchung, Fehlererfassung (RFID/QR)
  • MDE: bis zu 8 OPC/UA- oder digitale Signale je Maschine (Standard VDMA 66412-1)
  • OEE-Kennzahlen: Verfügbarkeit, Effektivität, Qualitätsrate
  • Werkerführung am pd+ Arbeitsplatz: Stücklisten, Arbeitspläne, Zeichnungen, Qualitätsdaten
  • Leitstände und Andon-Anzeigen zur Selbststeuerung

Werkerführung am pd+ Arbeitsplatz

Der Arbeitsplatz zeigt dem Werker Schritt für Schritt, was zu tun ist: Stücklisten, Arbeitspläne, Zeichnungen und Qualitätsdaten zum aktuellen Auftrag, statt Papierunterlagen oder Erfahrungswissen einzelner Personen. Rückmeldungen (Fertigmeldung, Qualitätsdaten, Chargen/Seriennummern) erfolgen direkt am Arbeitsplatz, häufig per Scanner. Details zu BDE, MDE und OEE siehe Tabelle unten.

Vorher / Nachher

Vorher: Auftragsstatus nur im ERP, keine Echtzeit-Rückmeldung aus der Fertigung, Werkerführung uneinheitlich je Person/Schicht. Nachher: durchgängiger Auftragsfluss vom ERP bis zur Maschine, geführter Arbeitsplatz, belastbare Kennzahlen aus BDE/MDE.

Unterstützte Systeme und Anlagentypen

CNC-/Bearbeitungsmaschinen mit OPC/UA- oder digitaler I/O-Schnittstelle, manuelle Montage-/Fertigungsarbeitsplätze, Anbindung an bestehende ERP-Systeme (Statuseinstufung: Integrationen & Schnittstellen).

Datenflüsse und Schnittstellen

Auftragsdaten kommen aus dem ERP zum Arbeitsplatz, Rückmeldungen (BDE/MDE, Qualitätsdaten) fließen zurück ins ERP und in die OEE-Berechnung. Leitstände und Andon-Anzeigen visualisieren den aktuellen Stand für die Produktionsleitung bzw. direkt am Arbeitsplatz.

Migration

Die Einführung erfolgt bereichsweise statt für die gesamte Fertigung auf einmal – so lässt sich aus dem ersten Bereich lernen, bevor der nächste startet.

Inbetriebnahme

Vor dem produktiven Einsatz wird die Werkerführung an realen Aufträgen getestet und mit den betroffenen Mitarbeitenden abgestimmt, um Akzeptanz und korrekte Rückmeldungen sicherzustellen.

Fallback und Ausfallrisiken

Solange ein Fertigungsbereich noch nicht umgestellt ist, bleibt der bisherige Prozess dort nutzbar. Die frühzeitige Einbindung der Werker in die Gestaltung der Arbeitsplatzführung reduziert erfahrungsgemäß Akzeptanzrisiken beim Rollout.

Was Aufwand und Preis beeinflusst

Anzahl der Arbeitsplätze und Maschinen, Umfang der gewünschten BDE/MDE-Signale, vorhandene ERP-Anbindung. Der Potenzialrechner hilft bei einer ersten Einordnung von Nacharbeits- und Stillstandskosten.

Fragen und Antworten

Wie wird OEE berechnet, und woher kommen die zugrunde liegenden Daten?

Aus den über BDE/MDE erfassten Maschinen- und Auftragsdaten – die konkrete Zusammensetzung wird je Anlage im Systemcheck festgelegt.

Lässt sich ein MES bereichsweise einführen?

Ja – Bereich für Bereich statt eines vollständigen Wechsels an einem Tag ist der Regelfall.

An welche Systeme wurde ein MES schon angebunden?

Unter anderem an SAP inklusive RFID-gestützter Materialverfolgung, sowie an Schraubtechnik von Desoutter mit SCONVEY-Anbindung. Die Integration ist grundsätzlich herstellerunabhängig und richtet sich nach der vorhandenen Systemlandschaft.

Passende Referenzen

Vertiefend im Wissensbereich

BDE, MDE und OEE einfach erklärt · MES oder ERP – was steuert eigentlich die Fertigung? · Anlage modernisieren ohne langen Stillstand

Nächster Schritt

Im kostenlosen Systemcheck ordnen wir Ihre Fertigung ein.

Im Detail

BDE, MDE und OEE

BDE – Betriebsdatenerfassung

Erfasst An-/Abmeldung am Arbeitsplatz, Auftragsstatus, Materialbuchungen und Fehlermeldungen – über RFID oder QR-Code, ohne manuelle Doppelerfassung.

MDE – Maschinendatenerfassung

Erfasst je Maschine bis zu acht Signale, über OPC/UA oder digitale I/O, nach dem Standard VDMA 66412-1 – Maschinenzustände automatisch statt manuell erfasst.

OEE – Gesamtanlageneffektivität

Aus BDE-/MDE-Daten berechnet pd+ Verfügbarkeit, Effektivität und Qualitätsrate. Welche Kennzahlen sinnvoll sind, klären wir im Systemcheck, statt pauschale Werte zu versprechen.

Projektablauf

Wie die Einführung eines MES abläuft

Analyse

Der bestehenden Abläufe und Schnittstellen zum ERP.

Konzept

Für Werkerführung und Anbindung je Fertigungsbereich.

Pilotbereich

Einführung und Erprobung an einem ausgewählten Arbeitsplatz.

Rollout

Schrittweise Ausweitung auf weitere Fertigungsbereiche.

Betrieb

Produktiver Einsatz mit begleitender Feinabstimmung.

Nutzen je Rolle

Was ein MES für Sie konkret ändert

Produktionsleitung

Durchgängiger Auftragsfluss, belastbare Kennzahlen für Steuerung.

IT-Leitung

Saubere ERP-Anbindung statt Insellösung.

Geschäftsführung

Termintreue und Qualität werden messbar statt gefühlt.

Häufige Einwände

Was Entscheider vor einem MES einwenden

„Ersetzt ein MES unser ERP?"

Nein – pd+ ergänzt das ERP produktionsnah, statt es zu ersetzen.

„Meine Leute haben keine Zeit für Software."

Die Werkerführung ist auf schnelle Bedienung am Arbeitsplatz ausgelegt, nicht auf zusätzlichen administrativen Aufwand.

„Wie viele Signale lassen sich pro Maschine anbinden?"

Bis zu acht, nach VDMA 66412-1.

Aus der Praxis

Reale Kennzahlenanzeige und geführter Arbeitsplatz

Andon-Anzeige mit Produktionskennzahlen in einer realen Fertigungshalle
Andon-/Kennzahlenanzeige in der Produktionshalle Reales Projektbeispiel
Fertigungsauftragaus MES/PPS
Werkerführungam Terminal oder Tablet
Arbeitsschritt-AnzeigeStückliste · Arbeitsplan · Zeichnung · QS-Vorgabe
RückmeldungSchritt, Menge, Qualität an MES/BDE-MDE
Ablauf am geführten Arbeitsplatz Schematische Darstellung

Architektur

Wie pd+ in Ihrem Projekt eingebettet werden kann

pd+ bildet die vollständige Software- und Prozessebene ab – vom ERP-Light und PPS über MES, WMS und WCS bis zu mobilen Prozessen. Ein vorhandenes ERP kann angebunden werden. profilsys liefert auf Wunsch zusätzlich SPS, Maschinensteuerung und Automatisierung als durchgängige Gesamtlösung aus einer Hand.

Nächster Schritt

MES, Fertigungssteuerung & Werkerführung

Im kostenlosen Systemcheck – einem rund 30-minütigen Erstgespräch – ordnen wir Ihre Systeme und Anlagen ein, benennen den wichtigsten Engpass und zeigen einen sinnvollen nächsten Schritt. Kein Verkaufsgespräch, keine Verpflichtung.