Lösung
WMS & Lagerverwaltung
Immer wissen, was wirklich im Lager liegt – Bestände je Fach und Artikel, mit grafischer Lager-Visualisierung.
Das Problem
Bestände stimmen nicht mit dem System überein, Suchzeiten und Inventurdifferenzen kosten täglich, und automatische wie manuelle Lagerbereiche sind nicht sauber zusammengeführt.
Für wen das relevant ist
Vor allem für Lager- und Logistikleitung, die für Bestandsgenauigkeit und Lieferfähigkeit verantwortlich sind, sowie für die Geschäftsführung, wenn Lieferzusagen wegen unklarer Bestände wiederholt reißen. Für die IT-Leitung relevant, sobald das WMS an ein bestehendes ERP angebunden werden soll.
Typische Ausgangslage
Ein Lager, das über Jahre gewachsen ist: teils automatische Bereiche (Regalbediengeräte, Blech-/Palettenlager), teils manuelle Fachböden, geführt in getrennten, nicht miteinander verbundenen Listen oder Alt-Systemen. Neue oder wechselnde Mitarbeitende kennen die gewachsenen Sonderregeln nicht.
Symptome und Risiken
Inventurdifferenzen zwischen Soll- und Ist-Bestand treten regelmäßig auf. Mitarbeitende suchen spürbar Zeit nach Artikeln oder Lagerplätzen. Bestandsbuchungen erfolgen zeitversetzt oder manuell nacherfasst statt in Echtzeit. Es gibt keine grafische Übersicht, was aktuell wo im Lager liegt – Lieferfähigkeit wird dadurch immer wieder infrage gestellt.
Unser Ansatz
pd+ führt Bestände je Lagerplatz und Artikel in Echtzeit, mit grafischer 2D/3D-Visualisierung des Lagerzustands. Automatische und manuelle Bereiche laufen in einer Plattform.
- Lagerspiegel je Fach und Artikel, Fehlbestände und Kennzahlen
- grafische Lager-Visualisierung (Desktop, Tablet, mobil)
- vorkonfigurierter Einstieg für automatische Lager (inkl. CSV-Import des Artikelstamms)
- nahtloses Zusammenspiel mit mobilen Kommissionierprozessen
Wie das technisch funktioniert
pd+ führt einen zentralen Lagerspiegel, der Bestände je Lagerplatz und Artikel abbildet. Automatische Bereiche melden Ein-/Auslagerungen über die Materialflusssteuerung zurück, manuelle Bereiche über mobile Erfassung (Scanner/App). Beide Rückmeldewege laufen in denselben Bestandsdaten zusammen, sodass die grafische Visualisierung stets den tatsächlichen Zustand zeigt.
Vorher / Nachher
Vorher: getrennte Listen für automatische und manuelle Bereiche, Bestandsstand nur nach manueller Abstimmung verlässlich, Inventur als aufwändige Sonderaktion. Nachher: ein gemeinsamer, in Echtzeit aktueller Lagerspiegel, grafisch einsehbar, mit klar zugeordneten Fehlbeständen.
Unterstützte Systeme und Anlagentypen
Paletten-, Blech-, Platten-, Langgut- und Kleinteilelager, Paternoster-/Liftlager sowie klassische, rein manuell geführte Fachbodenregale – innerhalb derselben Plattform. Anbindung an vorhandene automatische Lagertechnik erfolgt projektbezogen (Statuseinstufung: Integrationen & Schnittstellen).
Datenflüsse und Schnittstellen
Bestandsbewegungen fließen aus der Materialflusssteuerung (automatische Bereiche) und aus mobilen Erfassungsgeräten (manuelle Bereiche) in den zentralen Lagerspiegel; von dort ins ERP zurück. Der Artikelstamm wird beim Einstieg per CSV importiert, danach laufend aus dem ERP synchronisiert.
Migration
Der Wechsel auf pd+ erfolgt bereichsweise, nicht als vollständige Umstellung an einem Tag. Bestehende Bestandsdaten werden vor der Umstellung abgeglichen, damit der neue Lagerspiegel mit einem geprüften Ausgangsbestand startet.
Inbetriebnahme
Nach der Einrichtung werden Ein-/Auslagerung, Bestandsbuchung und Visualisierung an realen Artikeln getestet, bevor der jeweilige Lagerbereich produktiv geschaltet wird.
Fallback und Ausfallrisiken
Solange ein Lagerbereich noch nicht vollständig auf pd+ umgestellt ist, bleibt der bisherige Prozess für diesen Bereich nutzbar – das bereichsweise Vorgehen ist zugleich die Rückfallstrategie. Ein vollständiger, geprüfter Bestandsabgleich vor jeder Umstellungsstufe reduziert das Risiko fehlerhafter Startbestände.
Was Aufwand und Preis beeinflusst
Anzahl und Art der Lagerbereiche, Grad der bestehenden Automatisierung, Umfang des Artikelstamms und die gewünschte Tiefe der grafischen Visualisierung. Der Potenzialrechner hilft bei einer ersten Einordnung von Such- und Fehlerkosten.
Fragen und Antworten
Wie hängen WMS und mobile Kommissionierprozesse zusammen?
Mobile Prozesse sind der Erfassungsweg für manuelle Bereiche und schreiben direkt in denselben Lagerspiegel – siehe Mobile Scanner-, Kommissionier- & Logistikprozesse.
Was unterscheidet ein WMS von einer Materialflusssteuerung (WCS/MFR)?
Das WMS verwaltet Bestände und entscheidet, was wohin soll; die Materialflusssteuerung setzt das an der Technik um – siehe Materialflusssteuerung, WCS & MFR.
Passende Referenzen
- DREKO (Heinz Dreeskornfeld GmbH & Co. KG): Blechlager mit ca. 1.000 Plätzen modernisiert
- emco Group: Zentrales STOPA-Blechlager komplett modernisiert
- FRANK Walz- und Schmiedetechnik: Durchsatz im neuen Flächenlager um 80 % gesteigert
- Hollweg: Automatisches Holzlager modernisiert statt neu gebaut
- KSS RUS: WMS und TMS für ein Werk in Russland in rund 10 Monaten eingeführt
- KUIPERS CNC-Blechtechnik: Logistikanlage nach Softwareabkündigung komplett modernisiert
- MBH Maschinenbau & Blechtechnik: Intelligente Schnittstellen zwischen ERP und Intralogistik
- Metallverarbeitung: Steuerung eines automatischen Blechlagers modernisiert
- Nutzfahrzeug-Zulieferung: Fertigung, Lager und Transport zu einem Materialfluss verbunden
- Schüt-Duis: Automatisches Langgutlager von 1996 komplett modernisiert
- Viessmann Kältetechnik: STOPA-Blechlager für kundenspezifische Fertigung retrofittet
Vertiefend im Wissensbereich
WMS, WCS und SPS: Wer macht was? · Lastenheft für MES oder WMS
Nächster Schritt
Im kostenlosen Systemcheck ordnen wir Ihr Lager ein und zeigen den passenden Einstieg.
Projektablauf
Wie die Einführung eines WMS abläuft
Aufnahme
Des bestehenden Lagers (Layout, Lagertypen, vorhandene Listen/Systeme).
Konzept
Für Lagerspiegel, Lagerplatzstruktur und Anbindung automatischer Bereiche.
Einstieg
Über CSV-Import des Artikelstamms, Einrichtung der grafischen Visualisierung.
Pilotbereich
Ein Lagerbereich zuerst, danach schrittweise Ausweitung.
Betrieb
Mit begleitender Feinabstimmung.
Nutzen je Rolle
Was ein WMS für Sie konkret ändert
Logistik-/Lagerleitung
Verlässliche Bestände in Echtzeit, weniger Suchzeit.
Geschäftsführung
Belastbare Grundlage für Lieferzusagen.
IT-Leitung
Ein Bestandssystem statt mehrerer paralleler Listen.
Häufige Einwände
Was Entscheider vor einem WMS einwenden
„Lässt sich ein WMS einführen, ohne den laufenden Lagerbetrieb zu unterbrechen?"
Ja – durch bereichsweise Einführung statt Komplettumstellung.
„Wie werden automatische und manuelle Bereiche zusammengeführt?"
Beide melden in denselben Lagerspiegel zurück, jeweils über den für sie passenden Weg (Materialflusssteuerung bzw. mobile Erfassung).
„Reicht für den Start ein CSV-Import des Artikelstamms?"
Für den vorkonfigurierten Einstieg (pd+ automatic) ja.
Aus der Praxis
Reale Lagervisualisierung und Projektbeispiele
Architektur
Wie pd+ in Ihrem Projekt eingebettet werden kann
Eigene profilsys-Leistung – keine reine Drittintegration
Weiterhin integrierbar: vorhandene Maschinen, Fremd-SPS (sofern nicht ersetzt), Drittanlagen — profilsys liefert die SPS- und Automatisierungstechnik dafür selbst, es handelt sich nicht grundsätzlich um Fremdsysteme.
pd+ bildet die vollständige Software- und Prozessebene ab – vom ERP-Light und PPS über MES, WMS und WCS bis zu mobilen Prozessen. Ein vorhandenes ERP kann angebunden werden. profilsys liefert auf Wunsch zusätzlich SPS, Maschinensteuerung und Automatisierung als durchgängige Gesamtlösung aus einer Hand.
Nächster Schritt
WMS & Lagerverwaltung
Im kostenlosen Systemcheck – einem rund 30-minütigen Erstgespräch – ordnen wir Ihre Systeme und Anlagen ein, benennen den wichtigsten Engpass und zeigen einen sinnvollen nächsten Schritt. Kein Verkaufsgespräch, keine Verpflichtung.