Wissen
WMS, WCS und SPS: Wer macht was?
Die drei Ebenen eines automatischen Lagers verständlich auseinandergehalten.
Ein häufiger Irrtum: „Das WMS macht doch alles." In Wirklichkeit arbeiten in einem automatischen Lager drei klar getrennte Ebenen zusammen.
WMS – Warehouse Management System
Verwaltet Bestände je Lagerplatz und Artikel und entscheidet was wohin soll. Die fachliche Logik (Lagerstrategie, Bestandsführung) liegt hier.
WCS/MFR – Materialflusssteuerung
Setzt die Aufträge des WMS auf der realen Anlage um: koordiniert Regalbediengeräte, Fördertechnik und Transportaufträge, damit Ein-/Auslagerung tatsächlich stattfindet.
SPS – die Feldebene
Die speicherprogrammierbare Steuerung bewegt die physische Technik direkt: Motoren, Sensoren, Antriebe. Sie kennt keine Bestände oder Aufträge, nur Bewegungsbefehle und Rückmeldesignale.
Wie die drei zusammenspielen
Ein Auftrag läuft typischerweise: ERP → WMS (was soll wohin) → WCS/MFR (wie wird das umgesetzt) → SPS (welche Motoren bewegen sich). Rückmeldungen laufen denselben Weg zurück – siehe Architekturübersicht auf den jeweiligen Lösungsseiten.
Nächster Schritt
Mehr zu den einzelnen Ebenen: WMS & Lagerverwaltung · Materialflusssteuerung, WCS & MFR · Maschinen-, SPS- & ERP-Anbindung. Kostenlosen Systemcheck anfragen.
Passende Referenz: Metallverarbeitung: Steuerung eines automatischen Blechlagers modernisiert.