Wissen
Maschinen an ein ERP anbinden
Wie eine Maschinen-ERP-Anbindung technisch grundsätzlich funktioniert – herstellerunabhängig erklärt.
ERP-Systeme sind auf kaufmännische Planung ausgelegt, Maschinen sprechen ihre eigene Steuerungssprache. Damit beide zusammenarbeiten, braucht es eine vermittelnde Integrationsebene.
Warum Maschine und ERP nicht von allein sprechen
Ein ERP kennt Aufträge, Stücklisten und Termine, aber keine Maschinensignale. Eine Maschine kennt Bewegungsbefehle und Sensorwerte, aber keine betriebswirtschaftliche Auftragslogik. Ohne vermittelnde Ebene bleiben beide Welten getrennt – Daten werden dann von Hand übertragen.
Das Prinzip der Integrationsebene
Eine Integrationsebene übernimmt Auftragsdaten aus dem ERP, übersetzt sie in maschinenlesbare Aufträge und nimmt Rückmeldungen (Status, Fertigmeldung, Störungen) entgegen, die sie zurück ins ERP schreibt.
Wer bleibt Stammdatenhoheit?
In der Regel bleibt das ERP Herr über Artikel-, Auftrags- und Kundendaten; die Integrationsebene reichert diese um Produktions-/Maschinendaten an, statt sie zu duplizieren oder zu ersetzen.
Typische Protokolle
OPC/UA und MQTT für moderne Steuerungen, digitale I/O für einfache Signale, WebServices/REST für die ERP-Seite. Welches Protokoll passt, hängt von der vorhandenen Steuerungstechnik ab – siehe Integrationen & Schnittstellen für die Statuseinstufung.
Nächster Schritt
Mehr dazu: Maschinen-, SPS- & ERP-Anbindung. Kostenlosen Systemcheck anfragen.
Passende Referenz: Möbelindustrie: Durchgängige Fertigungssteuerung im laufenden Betrieb.